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Patientinnen mit Brustkrebs früh vor Metastasen schützen

Eine kürzlich im renommierten Journal «Nature» veröffentlichte Studie mit Basler Beteiligung hat nachgewiesen, dass Brustkrebs-Metastasen durch Veränderungen im Genmaterial der Krebszellen verursacht werden. Das hat Konsequenzen für die Therapie der Patientinnen.

Metastasen sind Ableger aus Krebszellen, die sich im Körper verteilen. Sie sind unter anderem bei Brustkrebs die wichtigste Todesursache. Eine im «Nature» veröffentlichte Studie, an der Ärztinnen und Ärzte des Universitätsspitals Basel massgeblich beteiligt waren, hat nachgewiesen, dass Metastasen entstehen, wenn sich das Erbmaterial in den Brustkrebszellen verändert. Die Forschungsarbeit, in deren Rahmen 617 Patientinnen untersucht wurden, bestätigt entsprechende Hinweise aus früheren Studien.

Brustkrebs

Brustkrebs: Histologisches Bild eines Karzinoms. Bild: Wikipedia
 

Die Mutationen in den Brustkrebszellen entstehen, weil bestimmte mutationsfördernde Proteine aktiviert und gleichzeitig Mechanismen unterdrückt werden, die Defekte am Genmaterial reparieren sollten. Charlotte Ng, eine der Hauptautorinnen der Studie, sagt: «Wir schliessen aus der Studie, dass Patientinnen so früh wie möglich Therapien erhalten sollten, die Metastasen kontrollieren können. Wir müssen zudem Methoden finden, um die evolutionären Prozesse zu unterdrücken, die zu Metastasen führen.» Charlotte Ng forschte bis Ende 2018 am Institut für Medizinische Genetik und Pathologie des Universitätsspitals Basel und ist heute Leiterin der Oncogenomics-Gruppe am Department for BioMedical Research der Universität Bern.

Die Forschenden haben eine Reihe von Mutationen identifiziert, die bei schlecht behandelbaren Krebsformen auftreten. Mit diesem neu gewonnenen Wissen kann früher und genauer entschieden werden, welche Patientinnen Medikamente erhalten sollten, die sich noch im Prüfstadium befinden. Besonders wichtig sind diese Erkenntnisse für Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs.

 

www.unispital-basel.ch