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Mediadaten

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Elektrochemische Charakterisierung und Korrosion

Der Kurs gibt eine Einführung in die Korrosion und in wichtige, elektrochemische Standard-Messtechniken. Er zeigt die Möglichkeiten sowie die Herausforderungen von lokalen, elektrochemischen Messtechniken für Korrosionsuntersuchungen auf. Die TeilnehmerInnen sind am Ende des Kurses in der Lage, die wichtigsten Korrosionsarten zu identifizieren und wissen, welche Erkenntnisse sowie Korrosionskenngrössen mit Hilfe von (lokalen) elektrochemischen Messtechniken gewonnen werden können.
 
Korrosion ist ein elektrochemischer Prozess, der sowohl die Lebensdauer als auch die Funktionalität vieler metallischer Werkstoffe, Bauteile und Systeme negativ beeinflussen und zu frühzeitigem Versagen führen kann. Bei der Entwicklung neuer Werkstoffe, insbesondere für Mikro- und Nanostrukturen, ist ein umfassendes Verständnis der kritischen Korrosionsparameter von zentraler Bedeutung. Neuartige, elektrochemische Messmethoden mit hoher und höchster Stromauflösung erlauben selbst bei kleinsten Strukturen, den Stromfluss bei der anodischen Metallauflösung und den kathodischen Teilreaktionen direkt zu messen. Sie helfen somit bei der Klärung der ablaufenden lokalen, elektrochemischen Prozesse und erlauben, Schwachstellen in der Werkstoffstruktur zu identifizieren und zu charakterisieren.
 

Zielpublikum

Der Kurs richtet sich an alle technisch orientierten Personen, die sich mit Korrosion befassen, insbesondere im Bereich hochbeständiger Werkstoffe für mikro- und nanostrukturierte Systeme. Auch Lehrkräfte, StudentInnen und IngenieurInnen, die im Bereich der Werkstoffentwicklung tätig sind, sind angesprochen.
 

Kursinhalt

– Einführung in die Korrosion
 
– Wichtigste elektrochemische Messmethoden
 
– Lokale, elektrochemische Kapillar-Messmethoden mit Beispielen
 
– Rasterkraftmikroskopie und Oberflächenanalytik in der Korrosion
 
– Demonstrationen im Labor (Makroelektrochemie, Kapillar Elektrochemie, Umwelt AFM)
 

Referenten

Dr. Patrik Schmutz ist promovierter Physiker, Gruppenleiter für «Funktionelle Oberflächen in reaktiven Umgebungen» an der Empa, ETHZ Dozent und Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Oberflächentechnik (SGO-SST). Während seiner Doktorarbeit und seiner beruflichen Laufbahn hat er Kenntnisse über Passivierung und Korrosion von Leichtmetallen und elektrochemischen Methoden erworben.
 
Dr. Ulrik Hans ist promovierter Geowissenschaftler und Fachspezialist für Korrosion. Nach seiner Doktorarbeit im Bereich der Geochemie begann er seine berufliche Laufbahn an der Empa in der Gruppe für Korrosion und lokale Elektrochemie. Seitdem ist er als Projektleiter verantwortlich für den Bereich Korrosion- und Schadensanalytik sowie für die Zusammenarbeit mit der Industrie.