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Mediadaten

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üK Besuch Modul 4 und 5 Chemie

Die beiden Module beinhalten das Thema Synthese. Frau Barbara Senn, Kursleiterin der überbetrieblichen Kurse Chemie, hat den Plan so aufgebaut, dass die Lernenden verschiedene Synthesen mit unterschiedlichen Anforderungen durcharbeiten.
Als Einstieg ist eine dreistufige Synthese im Programm, beginnend mit der Veresterung, eine einfache Reaktion unter Rückfluss mit Vakuumdestillation, gefolgt von einer Nitrierung, hier ist besonders wichtig dass die Temperaturkontrolle und Zugabegeschwindigkeit stets eingehalten wird. Als letztes folgt die Verseifung, eher eine einfache Reaktion, bei der aber das säurefreie Waschen des Produkts knifflig ist.
Übergeordnet kann Frau Senn so den Lernenden eine mehrstufige Synthese zeigen, die Funktion von Schutzgruppen erklären und diskutieren. Sie erfahren dabei, warum manchmal Umwege nötig sind.
Im Weiteren führen die Lernenden auch eine Grignard Reaktion durch. Sie lernen   dabei eine Synthese unter Inertbedingungen durchzuführen. Weiter stellen sie mit Thionylchlorid ein Säurechlorid her, das sie anschliessend mit einer Friedel Crafts Acetylierung umsetzen.
Dabei lernen sie Giftgase, im üK – Labor ein übel riechendes Gas, abzuleiten und fachgerecht zu entsorgen. Und natürlich werden alle Produkte mit den geeigneten Methoden (Extraktion, Destillation und Umkristallisation) aufgearbeitet und gereinigt.
In diesem Modul führen die Lernenden noch eine Probe GA durch, was als grosse Herausforderung empfunden wird, aber sehr als wichtige Erfahrung geschätzt wird.
Diese GA wird unter möglichst ähnlichen Bedingungen wie am QV durchgeführt.

Besuch am 2. März 2018 Gruppe A

Die Lernenden waren im Labor tätig als ich eintraf. Motiviert und freudig waren sie an der Arbeit. Die meisten hatten im Lehrlabor ihres Betriebs eine Syntheseaufgabe erarbeitet. Trotzdem tauchten immer wieder Fragen auf. Frau Senn war gefordert.
Mit weiteren Erklärungen oder geschickten Gegenfragen wurden die Fragen beantwortet. Das schätzen die Lernenden besonders.
„Was war die Arbeit von diesem Tag?“, fragte ich die Lernenden. Es ist die Herstellung von 4-Methoxy-4-methyl-benzophenon. Dies verläuft in zwei Stufen.
Bei beiden Stufen wird die Ausbeute in Gramm und Wirkungsgrad verlangt und sämtliche Arbeitsschritte müssen in einem Protokoll festgehalten werden.  
Bei der Stufe 1 wird die Identität mit einer Methode durch Vergleich mit der Vergleichssubstanz überprüft. In der Stufe 2 ist die Identität mit zwei Methoden auch durch Verglich mit der Vergleichssubstanz zu überprüfen. 

Besuch am 26. April 2018 Gruppe B

Die zweite Gruppe der Lernenden besuchen die Module 4 und 5. Die Lernenden waren im Labor beschäftigt. Konzentriert und voller Neugier, ob das gewünschte Resultat erreicht wird, waren sie an der Arbeit. Sie freuten sich und schätzen diesen Kurs besonders. Er bringt viel Neues, mit Arbeiten in der Synthese haben sie noch keine Erfahrungen erworben. Für einige war das Gebiet ganz neu.
Die Aufgabe war dieselbe wie in der vorgehenden Gruppe A. Bereits beim Aufbau der Apparatur muss einiges beachtet werden und man ist froh für Tipps von Frau Senn. Immer wieder tauchen plötzlich allgemeine Fragen zu chemischen Reaktionen oder bei den praktischen Arbeiten auf. Die Lernenden sind froh, dass Frau Senn stets hilfsbereit anwesend ist und die vielen auftauchenden Fragen mit ihnen diskutiert oder erklärt. Die Lernenden erzählen mir von den Arbeiten. Ein wichtiger Punkt ist das Erstellen des Protokolls.
Während die Lernenden die Berufsfachschule besuchen korrigiert Frau Senn die Arbeiten um diese am Folgetag mit den Kursteilnehmern zu besprechen.

Bei beiden Gruppen kommen die Lernenden gerne in den üK. So viel neues Wissen zu erwerben, in so kurzer Zeit finden sie ideal. Auch das Zusammensein mit den Mitlernenden, die ersten Versuche mit der Synthese gemeinsam erarbeiten, finden sie optimal.


Charlotte Rothenbühler