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Überbetrieblicher Kurs Laboranten EFZ Fachrichtung Biologie Modul 1

Ich besuche den Kurs am Ende des Moduls 1. Kursthema ist das Erlernen von grundlegenden mikrobiologischen Arbeitsmethoden. Die Lernenden sind mit viel Freude im Labor tätig. Vorgängig wurde ihnen die nötige Theorie vermittelt, welche zum Verständnis der praktischen Arbeiten notwendig ist. Die laufenden Arbeiten umfassen die biochemische Identifikation von Bakterien. «Dies versuchen wir mit verschiedenen Tests, es sind der Katalase-, der Oxidase- und der API Test», erzählen mir die Lernenden. Für sie ist es schon fast eine kleine Forschungsarbeit - sie arbeiten sorgfältig, konzentriert und mit viel Begeisterung. Der API 20-Streifen besteht aus 20 Mikroröhrchen, in denen sich verschiedene Substrate befinden. Diese Röhrchen werden nun mit der zu untersuchenden Bakteriensuspension beimpft. Noch ist es neu und ungewohnt, mit so kleinen Mengen zu arbeiten. Nach Inkubation über Nacht können anhand von Farbumschlägen die biochemischen Reaktionen abgelesen und die Bakterien mit Hilfe einer Datenbank identifiziert werden.

Auf die Frage, wie die Umstellung von der Schule in die Berufslehre empfunden werde, erhielt ich von den Lernenden folgende Antwort: «Neugierig und mit viel Freude kommen wir jeden Tag in den üK. Wir lernen hier täglich viel Neues, alles wird uns bestens erklärt, und anschliessend dürfen wir die Theorie selbstständig in die Praxis umsetzen. Dabei vergeht die Zeit so schnell, dass wir die längeren Arbeitstage gar nicht bemerken. Unser Ausbildner, Andreas Tschanz, ist immer hilfreich zur Seite. Unsere Fragen werden sofort beantwortet und nötigenfalls nochmals erklärt. Das macht einfach Spass, es ist cool» - spontan kam bei allen dieselbe Aussage. Auch das Zusammensein mit den Mitlernenden aus den verschiedenen Lehrbetrieben wird besonders geschätzt.

Wenn die Lernenden die Berufsfachschule besuchen oder den Feierabend geniessen, wartet auf Herrn Tschanz, Berufsbildner der überbetrieblichen Kurse, noch einiges an Arbeit. Für die Korrekturen der Protokolle, die Beurteilung der Lernenden und die nötigen Vorbereitungen der kommenden Kursinhalte bleibt nämlich während eines intensiven Kurstags keine Zeit. Der Laborpersonal-Verband Bern dankt Herrn Tschanz herzlichst für seinen grossen Einsatz.



Charlotte Rothenbühler