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Jahresbericht 2016 über die Aktivitäten in der Schweizerischen Kommission für Berufsentwicklung und Qualität Laborant/in EFZ (SKBQL)

Die Aufgaben der SKBQL sind die Aktualisierung der Bildungsverordnung und des Bildungsplans sowie die Weiterentwicklung des Berufs.
Der FLB hat zwei Vertreter in dieser Kommission, Beat Akeret und Stefan Guggisberg.
Am 01. September 2016 wurde der Anhang 2 des Bildungsplans in Kraft gesetzt. In diesem Anhang werden die begleitenden Massnahmen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes auf der Grundlage der Jugendarbeitsschutzverordnung (ArGV 5) beschrieben. Ab Genehmigung der begleitenden Massnahmen durch das SBFI (02.08.2016) haben die Kantone zwei Jahre Zeit, die Bildungsbewilligungen diesbezüglich zu überprüfen und zu ergänzen. Laboratorien mit zeitgemässer Ausgestaltung der Vorgaben im Bereich Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz (GSU) müssten die Anforderungen erfüllen. Eine systematische Kontrolle des Betriebslehrgangs in Bezug auf den Anhang 2 ist sicherlich ratsam. Einschneidender dürfte allerdings die Ziffer 6b sein, unter welcher die Handhabung sogenannter CMR-Soffen beschrieben ist (Carcinogenic, Mutagenic and toxic to Reproduction). Hier sind unter abschliessender Auflistung der H-Sätze die Stoffe identifiziert, mit welchen im 1. – 2. Semester Lernende nicht arbeiten dürfen.

Die Handlungskompetenzbereiche (Qualifikationsprofil) wurden nochmals inhaltlich und in Bezug auf die Gewichtungen angepasst und stehen als Grundlage für die Einstufung des Berufs Laborant/in EFZ in den Nationalen Qualifikationsrahmen (NQR) zur Verfügung. Die Einstufung seitens der Kommission erfolgte in das Niveau 5 (Modell mit Niveau 1 bis 8). Gleichzeitig müssen noch Zeugniserläuterungen ausgearbeitet werden, um den Beruf national wie auch international einordnen zu können (geschützter Titel, übersetzter Titel, Profil, Tätigkeitsfelder, amtliche Grundlagen des Abschlusses und Wege zur Erlangung des Abschlusses).
Weitere Prüfungskantone, u.a. der Kanton Genf, zeigen Interesse an der Durchführung einer IPA-Prüfung (individuelle praktische Arbeit). Die Kommission unterstützt diese Vorhaben mit dem Herstellen entsprechender Kontakte.
Im Rahmen der periodischen Überprüfung der beruflichen Grundbildung auf Aktualität und Qualität erfolgt 2017/2018 eine Evaluation der Bildungsverordnung vom 25. Juli 2007 (Inkraftsetzung 01.01.2008). Zu diesem Zweck wird eine breit ausgelegte Umfrage erarbeitet, verschickt und ausgewertet. Auf dieser Grundlage erfolgt die Festlegung des Handlungsbedarfs: von kein Handlungsbedarf, über Teilrevision bis zur Totalrevision von Bildungsverordnung und Bildungsplan.
In dem Zusammenhang ist der Antrag des FLB vom 05. Januar 2017 zu erwähnen. Die Kommission hat diesen Antrag zur Kenntnis genommen und das Anliegen nach einer Erfahrungsnote für die überbetrieblichen Kurse in den Umfragekatalog aufgenommen. Ebenfalls wurde die Absicht des FLB, eine Umfrage zum Thema 4-jährige Grundbildung durchzuführen, diskutiert und in den Umfragekatalog integiert. Die Kommission empfiehlt dem FLB auf eine eigene Umfrage diesbezüglich zu verzichten und stattdessen auf die Ergebnisse der Überprüfung durch die SKBQL zu warten.


Busswil, 04. Mai 2017
Stefan Guggisberg, Delegierter FLB in der SKBQL