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Jahresbericht Vorstandstätigkeit 2016/17 wblb

Der Jahresbericht der zwei Delegierten des FLB im Vorstand des Vereins Weiterbildung Laborberufe (wblb) basiert im Wesentlichen auf den Vorstandssitzungen in der letzten Berichtsperiode und der geplanten Mitgliederversammlung vom 16.05.2017. Im Jahr 2016/17 (Zeitraum zwischen der 14. und 15. MV des wblb) fanden insgesamt 3 Vorstandssitzungen statt.

  • Schwerpunkte der Vorstandstätigkeit
    Projekt «Neue Prüfungsordnung (PO)»: Dieses Projekt basiert auf mehreren Dokumenten die neu verfasst werden mussten. Dies sind die eigentliche Prüfungsordnung, die Wegleitung und das Modulkonzept. Die Dokumente können auf der wblb-Homepage www.wblb.ch eingesehen werden.
    Die neue PO wurde vom sbfi am 15.08.2013 unterschrieben und ist somit nun seit rund 4 Jahren in Kraft gesetzt und somit abgeschlossen. Seit 14/15 werden die Abschlussprüfungen erfolgreich nach der neuen PO durchgeführt.
    Negative Reaktionen auf die neue PO sind uns keine bekannt. Dies ist insbesondere Bemerkenswert, da die ganze Entwicklung doch teilweise von den Anbietern recht kritisch beobachtet wurde. Auch haben die erfreulich hohen Teilnehmerzahlen der neu gestarteten Lehrgänge klar gezeigt, dass der wblb mit der neuen PO auf dem richtigen Weg ist.
  • Nationaler Qualifikationsrahmen Berufsbildung (NQR): Gebhard Hug hat den Vorstand über dieses neue Thema, welches auch die HFP-Weiterbildung entscheidend betreffen wird, informiert. Das Prozedere für die Einstufung wurde in der Zwischenzeit vereinfacht und Gebhard Hug hat nun einen Antrag für die Einstufung der HFP-Ausbildung auf Stufe 6 eingereicht.
  • Projekt PO gemeinsam mit SCV: Bruno Patrian nahm als Vertreter des wblb an drei Sitzungen zu diesem Thema teil. Den wblb betrifft dieses Projekt direkt, da bei einer erfolgreichen Realisierung der wblb am Schluss aufgelöst würde. Das eigentliche Projekt wurde im FLB bereits entsprechend diskutiert.
    Die aktuelle Position des wblb zu diesem Projekt kann wie folgt beschrieben werden:
    «Der wblb weist darauf hin, dass das Niveau der Basismodule nicht gesenkt werden darf, da es bereits jetzt recht tief ist. Zudem ist der Vorstand skeptisch ob eine Berufsprüfung einen Mehrwert darstellt. Ebenfalls wird es wichtig sein, dass im Projektteam gleichviele Vertreter aus den beiden Berufen vorhanden sind um ein Gleichgewicht sicherzustellen. Dieser Hinweis ist auch an den FLB gerichtet, da dieser das Gleichgewicht seitens Labor sicherstellen muss.
    Formal hat der wblb kein Mitspracherecht zu diesem Projekt, sondern dieses liegt in der Verantwortung der Trägervereine.
  • Finanzen: Dieses Jahr (2016) war ein Defizit von rund CHF 16‘600.- budgetiert. Aufgrund tieferen als budgetierten Ausgaben konnte jedoch ein Gewinn von rund CHF 1‘650 erwirtschaftet werden.
    Die Abschlussprüfung wird durch ein separates Konto der QSK finanziert. Mit den Einnahmen aus den Prüfungsgebühren und den Subventionen des sbfi ist diese Kostendeckend, dies auch dank der sehr guten Buchhaltung der QSK. Bei grossen Kostenschwankungen gewährt dann der Vorstand einen entsprechenden Kredit.
  • WBLB in der Westschweiz: Die Berufliche Grundausbildung im Wallis ist im Umbruch. So wurde diese von CIMO an den Kanton Wallis übergeben, inklusive dem entsprechenden Personal. Das heisst, dass das Vorstandsmitglied Yann Dini nun einen neuen Arbeitgeber hat. Was dies für die Weiterbildung heisst ist noch nicht ganz klar. Voraussichtlich ist hier aber in der 2. Jahreshälfte 2017 ein Handlungsbedarf seitens wblb vorhanden.
  • ABZ/ aprentas: Im August 2016 hat an der aprentas ein Lehrgang mit einer erfreulich hohen Teilnehmerzahl (22) gestartet.
    An der ABZ haben sich bereits 22 Personen für den Lehrgang ab August 2017 angemeldet. Dies zeigt, dass der Lehrgang nach unserer Einschätzung an Attraktivität gewonnen hat.
  • Subvention der Weiterbildung durch den Bund: Neu erfolgt die finanzielle Unterstützung der beruflichen Weiterbildung harmonisiert durch den Bund und ist in der CH nicht mehr Wohnortabhängig. Nacht aktuellem Wissensstand heisst dies, dass der Bund 50% an die Kosten bei einem Maximalbetrag von CHF 10’500 bezahlt. Dies macht aus Sicht wblb die Weiterbildung noch attraktiver und soll auch entsprechend beworben werden.
  • QSK: An der diesjährigen Abschlussprüfung nahmen die Rekordanzahl von 32 Kandidatinnen teil. 2 Personen haben nicht bestanden und bei einer Person musste die Prüfung wegen einem Unfall verschoben werden. Die Prüfung konnte ordnungsgemäss durchgeführt werden. Die Arbeit in der QSK läuft gemäss Information von Gebhard Hug sehr gut. Auch konnte mit Christian Nowak von der Firma DSM ein weiteres Mitglied gewonnen werden. Christian Nowak ist bereits für die QSK als Prüfungsexperte tätig und hat selbst die HFP-Ausbildung abgeschlossen.
    Auch der Eindruck des Vorstandes entspricht dieser Wahrnehmung. Mit aktuell 7 Mitgliedern ist gemäss der neuen PO der Mindestbestand von 6 erfüllt. Dank der Subvention der Abschlussprüfung durch das SBFI und den Prüfungsgebühren ist diese fast selbstragend und die Prüfungsgebühren konnten in den letzten Jahren entsprechend reduziert werden. Aktuell ist der Betrag von CHF 900.- zusammen mit der Subvention des SBFI in etwa kostendeckend.
  • Vorstand: Der Vorstand arbeitete im letzte Jahr im Zeichen eines fehlenden Präsidenten/Präsidentin im Wesentlichen nur operativ. Mit den drei Vertretern der Anbieter (Romeo Scheidegger, Guido Hess, Yann Dini) wurde eine win/win Situation erreicht. Die drei Anbietervertreter betreuen das Ressort der Modulentwicklung/ Pflege gemeinsam. Im Weiteren können sie uns immer aus erster Hand über den Stand der Lehrgänge an ihren Ausbildungsstätten informieren. Auch die Zusammenarbeit zwischen den Anbietern hat sich dadurch enorm verbessert. Dies ist für alle Seiten ein Gewinn.
    Das eingeführte Kopräsidium von Cornelia Frei, Bruno Patrian und Thomas Schärer funktioniert gut. Solange der Vorstand nur Tagesgeschäfte auf der operationellen Ebene bearbeiten muss, reicht dies Konstellation.
    Wenn jedoch wieder neue Konzepte und Strategien in Angriff genommen werden müssen, benötigen wir hier einen neuen geeigneten Präsidenten oder Präsidentin, welche die notwendigen Ressourcen und Kompetenzen mitbringt.
  • 15. MV vom 16.05.2017: Von den bisherigen 6 Mitgliedern stellen sich alle der Wiederwahl. Weiterhin fehlt aber ein geeigneter Vertreter oder Vertreterin der scienceindustries, die idealerweise das Präsidium übernehmen könnte. Ansonsten gab’s keine grossen Veränderungen.

Ziele des Vorstandes für 2017 (gemäss den Berichterstattern)

  • Zukunft Westschweiz klar und ggf. weiteres Vorgehen steht
  • Bekanntheit der Weiterbildung erhöht
  • Bekanntheit der neuen Subventionsmöglichkeit durch Bund erhöht
  • Vorstand hat neuen Präsidenten

Aktuelle Zusammensetzung des Vorstands des wblb
Präsident:     vakant
Kassier:     Thomas Schärer,FLB
Protokoll/Aktuar:     Bruno Patrian, FLB
Öffentlichkeitsarbeit:  Cornelia Frei, scienceindustries
Modulpflege: Romeo Scheidegger, ABZ
                   Guido Hess, aprentas
                   Yann Dini, CIMO


Volketswil und Richterswil im Mai 2017

Bruno Patrian
Thomas Schärer