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03/16 Updata – tragen wir künftig alle einen Chip?

Speicherung digitaler Daten in der DNA von Lebewesen, Prävention von Pandemien durch einen WHO App oder Bauern, die künftig globale Statistiken zur Ertragssteigerung nutzen. Bereits zum fünften Mal fand an diesem Wochenende das Swiss Talent Forum der Stiftung Schweizer Jugend forscht statt, an welchem 70 Jugendliche aus 16 Nationen visionäre Ideen für die Nutzung und den Umgang mit Big Data in der Zukunft entwickelten. 

Die vor uns liegende digitale Revolution verändert unsere Gesellschaft in atemberaubender Geschwindigkeit und hinterlässt viele Fragen. Unter dem Titel «Big Ideas for Big Data» erarbeiteten die Jugendlichen in zehn Arbeitsgruppen Denkanstösse für die Zukunft – ein kleiner Auszug: 

 

 

Datenspeicherung in DNA 

Sehr visionär präsentierte sich das Projekt, das eine Lösung für die globale Katastrophe bietet, bei welcher alle digitalen Daten komplett verloren gehen: Die Daten sollen künftig in kleineren Paketen in der DNA von Lebewesen gespeichert werden. Ein Backup ist Dank der mitgelieferten Anleitung zur Wiederherstellung der Daten jederzeit wieder möglich. 

Big Data Farming 

Laut dieser Arbeitsgruppe werden Sensoren und technische Geräte auf Feldern und im Stall in Zukunft Standard sein. Die gesammelten Informationen werden zentral ausgewertet und stehen dann den Bäuerinnen und Bauern zur Verfügung. Dank der globalen Vernetzung und der laufenden Publikation neuster Erkenntnisse soll so eine effizientere, nachhaltigere Landwirtschaft möglich werden. 

Big Privacy for Big Data 

Diese Arbeitsgruppe beschäftigte sich mit den Anforderungen an eine globale Governance im Umgang mit Big Data. Neben der Schlussfolgerung, dass das Wichtigste der Schutz der Privatsphäre ist, nannten die Jugendlichen konkrete Rahmenbedingungen: Internationales Recht stellt den Schutz der Privatsphäre sicher und jegliche Missachtung wird konsequent bestraft. Jede Person ist Eigentümer seiner persönlichen Daten und hat das Recht, zu bestimmen, was mit diesen geschieht. Und zu guter Letzt muss es für die erfolgreiche Umsetzung einer Governance die Möglichkeit geben, Daten unwiderruflich zu löschen. 

«Es war eine einmalige Gelegenheit und eine wertvolle Erfahrung für meine berufliche Zukunft», bilanzierte zum Beispiel Lara Grabitz aus Deutschland. Unter über hundert Bewerberinnen und Bewerbern hat sie sich in Deutschland für das Swiss Talent Forum qualifiziert. 

 

Auch für Oliver Berger, Direktor von Schweizer Jugend forscht, war das Swiss Talent Forum ein voller Erfolg. Die Schlusspräsentationen der Arbeitsgruppen zeigen den enormen Forschungs- und Innovationsdrang der Jugendlichen sowie ihr Interesse an aktuellen Themen und Geschehnissen. Es ist wichtig, diese Jugendlichen weiter zu unterstützen und ihnen solche Plattformen und Anlässe zu ermöglichen. Das Organisationsteam blickt bereits jetzt voller Vorfreude dem Swiss Talent Forum 2017 entgegen, welches anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Stiftung zusammen mit dem nationalen Wettbewerb stattfinden wird.