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03/16 Informationsveranstaltung der üK-Kommission über den Chemie- und Biologielaborantenberuf für interessierte Schülerinnen und Schüler an der UNI Bern

Laborpersonal-Verband Bern 

Mit dem Ziel, den Laborantenberuf und die Ausbildungsmöglichkeiten in Bern besser bekannt zu machen, fand am 23. Januar zum dritten Mal ein Informationstag für Schüler und deren Eltern statt. 

Der Anlass ist auch in diesem Jahr auf grosses Interesse gestossen. Wir durften 120 Personen begrüssen. Schön war, dass sich zahlreiche Helferinnen und Helfer  freiwillig an einem freien Samstag für die Durchführung der Veranstaltung zur Verfügung stellten, unter ihnen auch Lernende, welche die Experimente mit den Besucherinnen und Besuchern durchführten und bereitwillig Fragen zum Beruf und Ausbildung beantworteten. An alle einen herzlichen Dank für das Mitmachen. Einiges an Stunden wurde auch in Organisation, Vorbereitungs- und Aufräumarbeiten investiert, hier gilt es einen besonderen Dank an Barbara Beer vom Institut für Chemie und Biochemie zu richten. 

 

 

In drei Gruppen aufgeteilt durchliefen die Besucherinnen und Besucher drei Stationen. Im Hörsaal wurden ihnen von Dr. Ruth Weber vom Institut für Chemie und Biochemie und somit Gastgeberin der Veranstaltung, und Wim Etter (CSL Behring) die nötigen Informationen zur Ausbildung in den beiden Fachrichtungen Biologie und Chemie gegeben und die vielseitigen Möglichkeiten zur Weiterbildung aufgezeigt. Das ganze wurde mit einem Film ergänzt.

Im Biologielabor erklärte ihnen Andreas Tschanz, Ausbildner der üK Biologie, die DNA-Extraktion aus Tomaten mit Hilfe von Substanzen und Geräten aus dem Haushalt. Diese konnte dann mit Unterstützung durch Lernende selber durchgeführt werden. Ebenfalls unter Anleitung von Lernenden führten Schülerinnen und Schüler an einem zweiten Arbeitsplatz eine Photometermessung mit blauem Farbstoff durch. Unter Anwendung verschiedener Pipettentypen wurde die Lösung vorher verdünnt. Die Messung erlaubte dann eine Überprüfung der Genauigkeit und somit der Arbeitstechnik. Mikroskopische Betrachtung von Einzellern war ein weiteres Thema im Biologielabor. Andreas Gruber, Prüfungsexperte vom Institut für Zellbiologie, erklärte die Besonderheiten der verschiedenen Einzeller, die beobachtet werden konnten. Ein weiteres Mikroskop stand für die Betrachtung von Bakterien zur Verfügung. Besonders interessant war es auch, einen gefärbten Abstrich der eigenen Mundschleimhaut-Zellen anzufertigen und zu mikroskopieren. 

 

Nicht weniger interessant war es im Chemielabor. Für die Sicherheit und Koordination verantwortlich war dort Barbara Huber, Ausbildnerin üK Chemie. Sie wurde unterstützt durch Brigitte Flück, Prüfungsexpertin der Firma Nestlé. Die Möglichkeit, durch Mischen von Substanzen ein Gel namens «Prime Slime» selber herzustellen, war faszinierend für die Schülerinnen und Schüler. Ebenso mit Begeisterung machten sie beim Titrierwettbewerb mit. Hier war eine exakte Arbeitsweise nötig, denn nur so wurde die geforderte Mischfarbe des Indikators sichtbar. «Blaues Wunder» war eine weitere Station. Hier wurde Methylblau in die farblose Leukoform überführt. Einer Geheimschrift mittels Chemie auf die Spur zu kommen war eine zusätzliche Möglichkeit, selber ein Experiment durchzuführen.

 

Bei all den Experimenten in den beiden Fachgebieten, wurden die Vorgänge von den Lernenden erklärt, Fragen dazu beantwortet und Hilfestellungen bei der Durchführung gegeben. Die Schülerinnen und Schüler beteiligten sich aktiv und motiviert. Vieles war aber auch für die Eltern unbekannt und interessant. Die Besucherinnen und Besucher erhielten auf diese Weise einen guten Einblick in typische Arbeitsmethoden, wie sie in einem Biologie- und Chemielabor häufig anzutreffen sind.  Die üKK-Mitglieder waren anwesend und standen jederzeit zum Beantworten von Fragen zu Verfügung, was rege benutzt wurde. Die zahlreichen positiven Feedbacks zeigten, dass diese Veranstaltung einen wichtigen Beitrag im Rahmen der Berufswahl von Schülerinnen und Schülern leistet, welche sich für eine Lehre im Laborbereich interessieren. 

  

Charlotte Rothenbühler