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Der Ideenreichtum junger Leute am Nationalen Wettbewerb 2017

Am Nationalen Wettbewerb von «Schweizer Jugend forscht» präsentierten 107 talentierte Jugendliche aus der ganzen Schweiz ihre wissenschaftlichen Projekte im Kursaal Bern. Darunter gab es auch sehr ausgefallene Arbeiten wie etwa einen selbstbalancierenden Roboter. Andere waren sehr auf eine praktische Anwendung ausgerichtet wie beispielsweise ein ausgeklügeltes Bremssystem für Davoser Schlitten. Am Samstag an der Prämierungsfeier wurden nach der Festrede von Bundespräsidentin Doris Leuthard die besten Arbeiten ausgezeichnet.

Der nationale Wettbewerb… die eigene Idee im Fokus!
Jedes Jahr forschen und erfinden Jugendliche für den Nationalen Wettbewerb. Dabei entstehen kreative Forschungsarbeiten und Erfindungen, die faszinieren. Verschiedene Sonderpreise ermöglichen den Jugendlichen, an weltweiten Wissenschaftswettbewerben und Veranstaltungen teilzunehmen. Als Highlight hat dieses Jahr Bundespräsidentin Doris Leuthard die Festrede an der Prämierungsfeier in Bern gehalten und die jungen Leute ermutigt Ihre Neugier und den Enthusiasmus für die Forschung weiter zu pflegen.

Viel Erfolg und Ausdauer ist gefragt…
Ein langer Weg liegt hinter den Jugendlichen, die gespannt auf die Verkündung der Preise gewartet haben. Um am Nationalen Wettbewerb dabei zu sein, mussten sie vor knapp einem Jahr ihre Arbeit einreichen und mit fachlicher Unterstützung eines persönlich zugeteilten Experten die Vorselektion im Rahmen eines Workshops überstehen. Von den rund 300 Jugendlichen, die sich für den Wettbewerb angemeldet haben, schafften schlussendlich 107 den Finaleinzug und konnten ihre Reise nach Bern antreten.

 

An der öffentlichen Ausstellung von gestern Freitag und Samstag im Kursaal Bern stellten die teilnehmenden Jungtalente aus der Gymnasial- und Berufsbildung ihre Forschungsprojekte mit Postern, Prototypen und Ausstellungsobjekten vor und standen den zahlreichen Gästen Rede und Antwort. Die breite Abdeckung mit 20 vertretenen Kantonen erlaubt ein repräsentatives Bild schweizerischer Nachwuchsforschung und macht diesen Wettbewerb zu einer einzigartigen nationalen Veranstaltung. Fachexperten aus der Wissenschaft und der Industrie hatten die Aufgabe, die Arbeiten nach strengen Kriterien zu beurteilen. Keine leichte Aufgabe, die Ideenvielfalt war gross und die Qualität der Arbeiten beeindruckend.
Die zugelassenen Forschungsprojekte stammen aus den Fachbereichen Naturwissenschaften, den Geistes- und Sozialwissenschaften oder auch aus der Kunst. Alle Projekte boten wissenschaftlich fundierte Antworten auf spannende Forschungsfragen.

Besonders überzeugt haben folgende Arbeiten:

  • Fingerprothesen aus dem 3D-Drucker
  • Der Plasma Speaker
  • Textilersatz aus Holz
  • Leben ohne Plastik | Ersatzstoff für Plastik
  • Schachcomputer
  • Fussballclub an der Börse. Sinn- und Unsinn.
  • Nachhaltige Wasseraufbereitung mit Cellulose
  • Theorie und Nachweis von Gravitationswellen
  • Selbstbalancierender Roboter
  • Entwicklung und Bau einer portablen Expresso Maschine

 

Nach den Bewertungsrunden fand am Samstagnachmittag die Prämierungsfeier statt wo die Jugendlichen für ihren Einsatz belohnt wurden. Sie hatten endlich erfahren, wie die Fachjury ihre Forschungsprojekte bewertet hat. Von den 107 Jugendlichen erhielten 27 das Prädikat «gut», 57 «sehr gut» und 23 «hervorragend». Entsprechend diesen Prädikaten wurden Bargeldpreise im Gesamtwert von rund 60`000 Franken vergeben.
Die innovativsten Arbeiten wurden zudem mit einem von insgesamt 35 Sonderpreisen ausgezeichnet, welche u.a. zu einem Besuch eines zweiwöchigen Wissenschaftscamps in Kroatien, einer Einladung an die Nobelpreisverleihung in Stockholm oder der Teilnahme an internationalen Projektwettbewerben in Europa, Asien, Südamerika und den USA berechtigen.

 

Schweizer Jugend forscht wurde 50
Im Rahmen des 50 jährigen Jubiläum von Schweizer Jugend forscht fand im Kursaal Bern, zeitgleich zum Wettbewerb, die Jubiläumsfeier und eine nostalgische Ausstellung mit Highlights aus der Geschichte von Schweizer Jugend forscht statt. Zum Festakt fanden sich gegen 500 ehemalige Wettbewerbsteilnehmer aus den letzten 50 Jahren und zahlreiche namhafte Personen aus der Schweizer Forschung, Wirtschaft und Politik ein.

Vertretene Kantone: 20 Kantone: AG – AR – BE – BL – BS – GE – GL – GR – LU – NE – NW – SG – SO – SZ – TG – TI – VD – VS – ZG – ZH
Teilnehmende:
Anzahl Teilnehmende: 107 Jugendliche
MaturandInnen: 90 Gymnasiasten und Gymnasiastinnen
Lernende: 17 Lernende
Weiblich: 46 Teilnehmerinnen
Männlich: 61 Teilnehmer

 

Stiftung Schweizer Jugend forscht
Die Stiftung Schweizer Jugend forscht unterstützt seit 1967 neugierige und motivierte Kinder und Jugendliche mit dem Ziel, die Freude und Faszination an wissenschaftlicher Arbeit zu wecken.
Die nachhaltige Förderung talentierter junger Menschen mit wissenschaftlicher Neugier, Kreativität und Problemlösungskompetenz ist eine zentrale Aufgabe zur Sicherung des Innovationsstandorts Schweiz. Schweizer Jugend forscht verfolgt dieses Ziel mit folgenden drei Schwerpunkten:
1. Studienwochen - Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für die Wissenschaften:

Kinder und Jugendliche können an verschiedenen Schweizer Hochschulen eine Woche lange Forschungsluft schnuppern.

2. Nationaler Wettbewerb - Jugendliche zum selbständigen Entdecken und Forschen anregen:

Jährliche Auszeichnung der besten Forschungsarbeiten von Jugendlichen aus der Gymnasial- und Berufsbildung. Verschiedene Sonderpreise ermöglichen den Jugendlichen, an weltweiten Wissenschaftswettbewerben und –veranstaltungen teilzunehmen.

3. Swiss Talent Forum - Junge Erwachsene entwickeln Visionen zu gesellschaftlichen Fragestellungen:

In- und ausländische Preisträgerinnen und Preisträger von Wettbewerben für Jungforschende erarbeiten am jährlichen Swiss Talent Forum in multikulturellen Teams Lösungen zu zentralen Zukunftsfragen.

Mehr Informationen zu Schweizer Jugend forscht: www.sjf.ch.