Laborscope durchsuchen...

Mediadaten

Download Mediadaten 2019

Laborscope das offizielle Organ des Fachverbandes für Laborberufe Schweiz.

Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der Krankheit. Unter den verschiedenen Formen von Lungenkrebs ist das sogenannte nicht-kleinzellige Lungenkarzinom das häufigste. Die Therapiemöglichkeiten konnten dank genetischer Analysen bereits verbessert werden. So können beispielsweise bei einer spezifischen genetischen Mutation des Tumors Medikamente gezielt eingesetzt werden. Ein anderer vielversprechender Ansatz ist das «Wiederscharfmachen» des Immunsystems mittels Antikörpern. Diese schwächen die Abwehr des Tumors und ermöglichen es den körpereigenen Immunzellen wieder, die Tumorzellen zu bekämpfen. Trotz dieser Fortschritte ist nach wie vor zu wenig bekannt darüber, wie sich ein Lungenkrebs-Tumor entwickelt.

Weiterlesen: Neue Möglichkeiten für die...

Wirkstoffe aus der Natur

Schneller zu neuen Wirkstoffen durch Genomik, Bioinformatik und chemische Analytik

Viele wichtige Wirkstoffe wie Antibiotika, Immunsuppressiva oder Mittel gegen Krebs stammen aus dem Stoffwechsel von Mikroorganismen. Diese produzieren oft ganze Stoffgemische, deren natürliche Funktion bisher kaum bekannt ist. Auf der Suche nach natürlichen Vorbildern für neue Arzneistoffe haben Biotechnologen und Bioinformatiker der Goethe-Universität nun zusammen die Stoffgemische zweier verwandter Bakterienarten untersucht.

«Wir vermuten, dass die Produktion von Naturstoffen für das Leben von Mikroorganismen wie Bakterien oder Pilzen wichtige Funktionen besitzen. Wenn wir diese verstehen würden, gelänge es vermutlich häufiger, eine verwandte Anwendung für diese Substanzen zu finden. So käme man auch zu neuartigen Medikamenten», erläutert Prof. Helge Bode, Merck Stiftungsprofessur für Molekulare Biotechnologie an der Goethe-Universität, den Forschungsansatz.

Weiterlesen: Wirkstoffe aus der Natur

Wie Leberkrebs entsteht

Forschende der Universität Zürich und des Universitätsspitals Zürich haben einen zentralen Mechanismus entdeckt, wie Leberkrebs entsteht. Über Jahre sterben bei chronischen Lebererkrankungen geschädigte Zellen ab und werden durch neue ersetzt. Mit zunehmender Dauer häufen sich die DNA-Schäden, was die Krebsentwicklung begünstigt. Das Enzym Caspase 8 nimmt dabei eine wichtige Doppelrolle ein.

Leberkrebs ist weltweit die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache und jene Krebserkrankung, deren Häufigkeit am schnellsten zunimmt. In der Grosszahl der Fälle entwickelt sich der Tumor bei Patienten mit chronischen Lebererkrankungen. Meist sind dies chronische Infektionen mit Hepatitis-Viren oder eine sogenannte Fettleber, die z.B. auf ernährungsbedingte bzw. genetisch verursachte Fettstoffwechselstörungen oder übermässigen Alkoholkonsum zurückgeht.

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von UZH-Professor Achim Weber vom Institut für Pathologie und Molekularpathologie des Universitätsspitals Zürich, und Mathias Heikenwälder, Professor am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg, hat nun einen zentralen Mechanismus entdeckt, wie sich Leberkrebs entwickelt. Einer der Hauptakteure in diesem Prozess ist das Enzym Caspase 8, das eine wichtige Doppelrolle einnimmt.

Weiterlesen: Wie Leberkrebs entsteht

Neues Stellglied bei der Leberregeneration

Peter Rüegg

ETH-Forschende entdecken mithilfe einer breit angelegten Analyse der Leberproteine ein Protein, das für die Regeneration der Leber unerlässlich ist. Und sie klären den Mechanismus auf, wie dieses Protein wirkt.

Die Leber ist ein Wunderding: Es ist das einzige Organ, das selbst nach grösseren Verletzungen ohne Narbenbildung vollständig regenerieren kann. Deshalb kann man für eine Organspende einen Teil der Leber entfernen und einem anderen Menschen einsetzen. Die Leber des Menschen wächst innert weniger Wochen wieder auf ihre ursprüngliche Grösse an, wenn sie eine bestimmte Mindestgrösse nicht unterschreitet. Spendet aber jemand einen Teil seiner Leber an eine andere Person, so liegen die Grössen der verbleibenden Leberteile sowohl beim Spender als auch beim Empfänger an der Grenze der Regenerationsfähigkeit. Forschung und Medizin sind deshalb stark daran interessiert, diese ausserordentliche Fähigkeit der Leber weiter zu optimieren. Hierfür ist es wichtig, die an der Regeneration beteiligten Gene und davon abgeleiteten Proteine zu identifizieren und deren Funktion zu untersuchen.

Weiterlesen: Neues Stellglied bei der...