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Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der Krankheit. Unter den verschiedenen Formen von Lungenkrebs ist das sogenannte nicht-kleinzellige Lungenkarzinom das häufigste. Die Therapiemöglichkeiten konnten dank genetischer Analysen bereits verbessert werden. So können beispielsweise bei einer spezifischen genetischen Mutation des Tumors Medikamente gezielt eingesetzt werden. Ein anderer vielversprechender Ansatz ist das «Wiederscharfmachen» des Immunsystems mittels Antikörpern. Diese schwächen die Abwehr des Tumors und ermöglichen es den körpereigenen Immunzellen wieder, die Tumorzellen zu bekämpfen. Trotz dieser Fortschritte ist nach wie vor zu wenig bekannt darüber, wie sich ein Lungenkrebs-Tumor entwickelt.

Ein Forschungsteam aus der Universitätsklinik für Thoraxchirurgie des Inselspitals Bern, dem Department of Biomedical Research DBMR und dem ARTORG Center for Biomedical Engineering der Universität Bern hat nun herausgefunden, dass spezielle Bindegewebszellen, sogenannte Perizyten, beim Tumorwachstum eine wichtige Rolle spielen. Die Aufgabe von Perizyten ist es, Blutgefässwände abzudichten. Die Erkenntnisse der Studie können dazu verwendet werden, die Immuntherapie bei Lungenkrebs zu verbessern. Die Studie wurde in der Open-Access-Publikation von Nature, «Scientific Reports», veröffentlicht.

Bindegewebszellen unterstützen Tumor

«Es wurde schon länger vermutet, dass Perizyten mit dem Tumorwachstum zusammenhängen – darum haben wir gezielt nach diesem Zusammenhang gesucht», sagt Sean Hall, Leiter der Gruppe Thoraxchirurgie am Inselspital und DBMR. Dafür wurden Proben von Tumorzellen aus nicht-kleinzelligen Lungenkarzinomen von Patientinnen und Patienten gesammelt, die am Inselspital Bern operiert wurden. Aus diesem Lungengewebe isolierte Hall anschliessend Perizyten. Die Forschenden verglichen diese speziellen Bindegewebszellen mit solchen aus gesundem Lungengewebe. Dabei entdeckten sie, dass die Zellen aus dem Tumorgewebe mehrere Anomalien aufwiesen.

So war Interleukin-6, ein entzündungsfördendes Eiweiss, darin übermässig vorhanden, ebenso PD-L1, ein Hemmstoff, der die körpereigene Immunantwort unterdrückt. «Die Resultate weisen darauf hin, dass Perizyten in kleinzelligen Lungenkarzinomen eine Entzündung aktiv fördern und auch die körpereigene Immunantwort unterdrücken», sagt Colette Bichsel vom ARTORG Center for Biomedical Engineering der Universität Bern und Erstautorin der Studie.

Fluoreszenzmikroskopie-Bilder von Blutgefässen, die von Perizyten (Bindegewebszellen) abgedichtet werden. Die obere Reihe zeigt Blutgefässe mit Perizyten aus normalem Lungengewebe, verglichen zu Blutgefässen mit Perizyten aus Tumorgewebe (unten). Die Gefässe unten sind deutlich undichter. © Inselspital Bern/Universität Bern.

 

Lecks in den Blutgefässen

Die Forschenden wollten auch herausfinden, wie die Perizyten ihre Aufgabe, die Blutgefässwände abzudichten, im Tumor erfüllen. Um dies zu untersuchen, entwickelte Colette Bichsel am ARTORG Center einen Chip, auf dem Blutgefässe gezüchtet und im Labor gehalten werden können. Darauf wuchsen Blutgefässe sowohl mit gesunden Perizyten als «Abdichtung» als auch solche mit Perizyten aus Lungenkarzinomen. Dabei zeigte sich ein deutlicher Unterschied: die Blutgefässe mit Tumor-Bindegewebszellen waren undichter als normale Blutgefässe. «Dies lässt vermuten, dass Perizyten in einem Lungenkarzinom Blutgefässe nur ungenügend abdichten, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sich Tumorzellen im Körper ausbreiten können», erklärt Bichsel.
Erstmals konnte so nachgewiesen werden, dass Perizyten beim Wachstum von Lungenkarzinomen eine wichtige Rolle spielen und der Mechanismus dahinter erklärt werden. Die Forschenden erhoffen sich durch weitere Studien neue Ansätze für die Immuntherapie von Lungenkrebs.

 

www.unibe.ch

Aktuell

LANXESS: Matthias L. Wolfgruber zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt

  • Wolfgruber tritt Nachfolge von Dr. Rolf Stomberg an
  • Dr. Rolf Stomberg zum Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrates ernannt
  • Pamela Knapp rückt in den Aufsichtsrat nach

Dr. Matthias L. Wolfgruber (64) ist neuer Aufsichtsratsvorsitzender der LANXESS AG. In seiner konstituierenden Sitzung wählte der Aufsichtsrat des Spezialchemie-Konzerns den promovierten Chemiker und ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Altana AG zum Nachfolger von Dr. Rolf Stomberg (78), der sein Mandat mit Ablauf der heutigen Hauptversammlung beendet hat. Wolfgruber gehört dem Kontrollgremium als Vertreter der Aktionäre bereits seit 2015 an.

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Breites Themenspektrum unter einem Dach

SECURITE LAUSANNE 2018 und FORUM SECURITE 2018

Vom 14. bis 16. November 2018 wird die SECURITE LAUSANNE zum Treffpunkt der Westschweizer Sicherheitsbranche. Ein zentraler Bestandteil der Messe ist das kostenlose FORUM SECURITE mit seinen qualitativ sehr hochstehenden Vortragsreihen.

Die Fachmesse SECURITE LAUSANNE hat ihren hohen Stellenwert für die Westschweiz mehrmals unterstrichen und geniesst die volle Anerkennung der Sicherheitsbranche in der Romandie. Bei der letzten Austragung im Jahr 2016 lockte sie rund 2300 Fachbesucher und Forum-Teilnehmer an. Auch für den November 2018 ist die Messe voll auf Kurs. Die wichtigsten Branchenverbände unterstützen die SECURITE LAUSANNE massgeblich und bereits haben sich rund 40 Aussteller angemeldet, darunter mehrere Key-Player und verschiedene Neuaussteller. So wird die SECURITE LAUSANNE 2018 wieder alle Messethemen umfassend abdecken können und ist in den Agenden der Westschweizer Sicherheitsexperten ein Pflichttermin.

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Erneute Rekordzahl an Master-Abschlüssen in Life Sciences

Dieses Jahr verzeichnet die ZHAW in Wädenswil mit 74 Master-Titeln in Life Sciences eine erneute Steigerung an Abschlüssen. 28 Frauen und 46 Männer konnten am 25. Mai 2018 ihr Diplom für das konsekutive Masterstudium entgegennehme

Das dreisemestrige Studium schliesst mit dem international anerkannten Titel «Master of Science ZFH in Life Sciences» ab. Der Titel wird ergänzt durch eine der vier möglichen Vertiefungsrichtungen: Pharmaceutical Biotechnology, Chemistry for the Life Sciences, Food and Beverage Innovation, Natural Resource Sciences. Seit letztem Jahr haben 74  Studierende erfolgreich eine Master-Thesis verfasst und dafür das Diplom erlangt. Die Festansprache an der Diplomfeier hielt Prof.em. Dr. Christian Wandrey, ehemaliger Leiter des deutschen Instituts für Biotechnologie am Forschungs­zentrum Jülich (Helmholtz Zentrum, Deutschland).

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Seminar: Messen, regeln, mischen und generieren von geringen Gasmengen

 

Seminar: Messen, regeln, mischen und generieren von geringen Gasmengen

7.Juni 2018

 

Sählihof, Riggenbachstrasse 8, Olten

Seminar: Messen, regeln, mischen und generieren von geringen Gasmengen

 

Veranstalter: Contrec AG

Tel 0447463220

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https://www.contrec.ch/seminar-gase-regeln

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ILMAC Lausanne

ILMAC Lausanne

3. und 4. Oktober, 2018
Expo Beaulieu Lausanne
für die frabzösischsprachige Schweiz
Platforme pour la chimie, la pharmacie et la biotechnologie

ilmac.ch/lausanne

 

IFAS 2018

 

IFAS 2018

23.-26. Oktober 2018
Messe Zürich
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www.ifas-messe.ch