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Ein neuer Ansatz zur Bekämpfung von Angstzuständen, Schmerzen und Entzündungen

Körpereigene Cannabinoide (Endocannabinoide) spielen eine wichtige Rolle im Gehirn und Immunsystem. Berner Forschende des Nationalen Forschungsschwerpunktes (NFS) «TransCure» haben nun einen neuen Weg gefunden, um das Endocannabinoid-System zu beeinflussen. Im Tiermodell konnten entzündungshemmende, schmerzstillende wie auch angstlösende Effekte erzielt werden.

Endocannabinoide sind fettsäureähnliche Substanzen, die vom Körper produziert werden. Sie aktivieren spezifische Cannabinoid-Rezeptoren und können unter anderem entzündungshemmend oder schmerzstillend wirken. Ähnliche therapeutische Effekte zeigen Cannabis oder Tetrahydrocannabinol (THC) in der klinischen Anwendung – sie sind jedoch mit Nebenwirkungen behaftet. Die körpereigenen Cannabinoide hingegen werden dann in den Zellen produziert, wenn der Körper sie braucht, und können somit nicht überdosiert werden.
Das Endocannabinoid-System gilt als vielversprechend, um neue Therapiemöglichkeiten zu entwickeln, etwa bei Erkrankungen des Nervensystems. Seit Jahren untersucht das Forschungsteam um Jürg Gertsch vom Institut für Biochemie und Molekulare Medizin der Universität Bern im Rahmen des vom SNF finanzierten Forschungsschwerpunktes «TransCure» die Möglichkeit, Endocannabinoide im Gehirn selektiv zu aktivieren, um neuropsychiatrische Erkrankungen – zum Beispiel Angstzustände – zu behandeln. In Zusammenarbeit mit einem internationalen Forschungsteam ist es der Berner Forschungsgruppe um Gertsch nun gelungen, erstmals im Gehirn von Mäusen mittels neuartiger Inhibitoren (Hemmstoffe) den Transportweg von Endocannabinoiden zu blockieren. Dies führte zu positiven Effekten auf das Stressverhalten und Immunsystem der Mäuse. Sowohl entzündungshemmende, schmerzstillende wie auch angstlösende Effekte wurden beobachtet.

Obwohl seit Jahren vermutet wurde, dass es in Nervenzellen und Immunzellen ein Endocannabinoid-Transportsystem gibt, konnte dies nun erstmals wissenschaftlich nachgewiesen werden. «Ich bin überzeugt, dass neben der Verabreichung von körperfremdem Cannabinoiden künftig für therapeutische Zwecke auch das Endocannabinoid-System gezielt aktiviert werden kann», sagt Gertsch. Die Studie wurde im Journal «Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS)» publiziert.

Ein Teil der Gehirnstruktur Hippocampus mit fluoreszierendem Endocannabinoid-System in Nervenzellen. © IBMM, Universität Bern.

 

Transport blockiert
In Zusammenarbeit mit Chemikerinnen und Chemikern der ETH Zürich (Forschungsgruppe Prof. Karl-Heinz Altmann) und der Industrie wurden hunderte von Endocannabinoid-Transportinhibitoren künstlich hergestellt, um ideale pharmakologische Eigenschaften zu entwickeln. Die Forschenden liessen sich für diese Inhibitoren durch einen Naturstoff aus dem Sonnenhut (Echinacea purpurea) inspirieren, einer Medizinalpflanze die häufig bei Erkältungen angewendet wird und teilweise über das Endocannabinoid-System wirkt. Die neu entwickelten Inhibitoren blockieren die Aufnahme der Endocannabinoide durch die Membran von Zellen. Dadurch werden Cannabinoid-Rezeptoren auf Nerven- und Immunzellen aktiviert, was bei Stress- und Entzündungserkrankungen zu einer «Bremse» im Gehirn und im Immunsystem führt und das physiologische Gleichgewicht wiederherstellt.

Neue Perspektive für die Arzneimittelforschung
Andrea Chicca, Erstautor der Studie aus der Gruppe von Prof. Gertsch, ist zuversichtlich, dass in den kommenden Jahren der molekulare Mechanismus des Endocannabinoid-Transporters entschlüsselt werden kann: «Der Entwicklung neuer Medikamente steht dann nichts mehr im Weg». Dank der neuen Erkenntnisse aus der Studie können bereits jetzt Stoffe entwickelt werden, die sich von bisherigen Arzneimitteln unterscheiden und gezielt die körpereigenen Cannabinoide im Gehirn aktivieren. Ein grosses Potenzial sehen die Forschenden im Bereich von stressbedingten Erkrankungen, weil Endocannabinoide wichtige Stresshormone regulieren und das Gleichgewicht im Gehirn wiederherstellen.

 

Quelle: www.unibe.ch

Aktuell

ZHAW Science Week seit fünf Jahren: spannende Kurse für Jugendliche

Was ist in Chips drin? Haben Roboter Gefühle? Ist Rotkohl rot oder blau? Antworten auf diese und andere Fragen gibt die Science Week vom 6. bis 10. August 2018 an der ZHAW in Wädenswil. Ju- gendliche zwischen 12 und 15 Jahren werden zu Forscherinnen und Forschern und erleben Naturwis- senschaften hautnah. Dabei experimentieren sie selbst und setzen das Gelernte in die Praxis um. Die Science Week wird 2018 bereits zum fünften Mal durchgeführt.

Die ZHAW Science Week schreibt Erfolgsgeschichte. Das bunte Programm rund um Naturwi ssenschaften lockt seit 2013 jährlich rund 200 Jugendliche an. Sie erleben Hochschule hautnah und werden selbst zu For- schenden. Im Durchschnitt besuchen sie zwei bis drei Kurse. Vor zwei Jahren wurde die Science Week um zwei Angebote erweitert. Neu bekommen auch jüngere Geschwister im Alter zwischen 6 und 11 Jahren ei- nen Einblick in die Naturwissenschaften. Und mit dem «Girls-Only-Day» werden Mädchen angesprochen, die sich für die MINT-Disziplinen interessieren, aber in ihrem Kurs unter sich bleiben wollen.

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Evonik wandelt Projekthaus Medical Devices in ein Kompetenzzentrum um

Die Menschen werden nicht nur immer älter, sie wollen auch bis ins hohe Alter gesund und aktiv sein. Entsprechend steigt der Bedarf an Medizinprodukten. Spezialpolymere wie RESOMER® und VESTAKEEP® von Evonik spielen hier als Implantatmaterialien bereits eine wichtige Rolle. Um diesen attraktiven Wachstumsmarkt noch besser bedienen zu können, hat Evonik in den vergangenen vier Jahren mit seinem Projekthaus Medical Devices umfangreiche Kompetenzen im Bereich orthopädische Chirurgie aufgebaut – in den USA, dem größten Einzelmarkt für Medizintechnik. Das zeitlich befristete Projekthaus in Birmingham (Alabama) wird zum 1. April 2018 in ein dauerhaftes Kompetenzzentrum überführt.

„Wo es um patientenfreundliche medizintechnische Lösungen geht, wollen wir Evonik als führenden Materialanbieter und Entwicklungspartner positionieren“, sagt Harald Schwager, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von Evonik und zuständig für Innovation. „Das Projekthaus hat uns hier ein großes Stück vorangebracht.“

Über 20 hochqualifizierte Wissenschaftler beschäftigen sich in Birmingham seit 2014 mit der Weiterentwicklung bestehender Materialien und Anwendungstechnologien. Neben etablierten Technologien wie dem Extrusions- und Spritzgussverfahren setzt das Projekthaus moderne Prozesstechnologien wie 3D-Druck und Elektrospinning ein, um Materialeigenschaften zu untersuchen und Prototypen herzustellen.

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Flüssigkeitsanalyse-Spezialist Endress+Hauser Conducta erhält den European Business Award sowie das TOP JOB-Siegel

Endress+Hauser Conducta ist zum fünften Mal in Folge mit dem European Business Award ausgezeichnet worden. Das Kompetenzzentrum der Endress+Hauser Gruppe für Flüssigkeitsanalyse setzte sich 2018 in der Kategorie „Business of the Year“ als „National Winner“ durch. Außerdem erhielt das Unternehmen als einer der besten Arbeitgeber im deutschen Mittelstand auch wieder das TOP JOB-Siegel.

„Begeisterte Mitarbeiter und der Fokus auf kundenorientierte Innovationen bilden die Basis für unseren nachhaltigen Erfolg”, sagt Dr. Manfred Jagiella, Geschäftsführer von Endress+Hauser Conducta und Mitglied des Vorstands der Endress+Hauser Gruppe.

Der European Business Award wird seit 2007 in elf unterschiedlichen Kategorien verliehen. Die Jury, bestehend aus namhaften Vertretern aus Politik und Wirtschaft, bewertet die Innovationskraft, die ethische Ausrichtung, den wirtschaftlichen Erfolg sowie eine nachhaltige Unternehmensausrichtung, die flexibel auf dynamische Marktbedingungen reagiert.

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Agenda

Achema

ACHEMA

11. - 15. Juni 2018
Frankfurt am Main
Weltforum und Internationale Leitmesse der Prozessindustrie

www.achema.de

Seminar: Messen, regeln, mischen und generieren von geringen Gasmengen

 

Seminar: Messen, regeln, mischen und generieren von geringen Gasmengen

7.Juni 2018

 

Sählihof, Riggenbachstrasse 8, Olten

Seminar: Messen, regeln, mischen und generieren von geringen Gasmengen

 

Veranstalter: Contrec AG

Tel 0447463220

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https://www.contrec.ch/seminar-gase-regeln

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ILMAC Lausanne

ILMAC Lausanne

3. und 4. Oktober, 2018
Expo Beaulieu Lausanne
für die frabzösischsprachige Schweiz
Platforme pour la chimie, la pharmacie et la biotechnologie

ilmac.ch/lausanne

 

IFAS 2018

 

IFAS 2018

23.-26. Oktober 2018
Messe Zürich
Fachmesse für den Gesundheitsmarkt

www.ifas-messe.ch